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Mich zieht es schnell in die Ferne. Schon während der Schulzeit früher war ich viel im Ausland unterwegs. Sei es der Schüleraustausch nach Frankreich, die Konzertreisen nach Italien, Slowenien, Frankreich oder die Urlaube mit der Familie. Nach dem Abitur war ich für 2 Monate in Dubai und für 6 Monate in Kanada. Danach habe ich 1 Jahr in Belgien studiert. Zuletzt war ich im Masterstudium nochmal für 7 Monate auf La Réunion. Fernweh. Das Wort beschreibt ganz gut das Gefühl: es ist wie ein innerlicher Schmerz der Seele, den man körperlich spürt. Viele kennen vielleicht das Gefühl von Heimweh, das Zuhause vermissen. Fernweh ist wie das Gegenstück zu Heimweh. Seitdem ich nun seit 2,5 Jahren in Karlsruhe wohne, tritt Fernweh bei mir umso häufiger auf. Ich stelle mir schöne, warme Orte vor, die in mir die Abenteuerlust wecken, diese zu entdecken. Diese Vorstellungen clashen immer wieder mit der Realität des grauen, kalten oft nassen Alltags im Deutschlandwinter. 
Es fällt mir sehr schwer, diese Wehmut zuzulassen und zu akzeptieren, dass sie da ist. Aber auch hier möchte ich Gestalterin sein. Ich lasse das Fernweh zu und schaue, wie ich ihr begegnen kann, wie ich meine Seele führen kann. Zum Jahresbeginn mache ich mir also Gedanken über die Reisen und Orte, die ich besuchen möchte. Da im Januar das Snowcamp vom ICF Karlsruhe jedes Jahr stattfindet, ist das bereits ein Highlight zum Beginn vom Jahr im kalten Winter, auf das ich mich freuen kann. Die Bergliebe ist auch ein Gefühl. Mein Herz geht auf, wenn ich die Berge sehe und die massive Schönheit dieser Giganten wahrnehme. Die frische Luft und die tägliche Bewegung durchs Skifahren tun meinem Körper gut. Die Gemeinschaft unter Gleichgesinnten im ICF weckt und erfrischt meine Seele. Der Januar ist geschafft. 
Durch die Planung von schönen Ereignissen, Ausflügen und verlängerten Wochenenden mit Zeit für Spontanität schaffe ich mir Oasen das ganze Jahr über. Deshalb heißt einer meiner Lieblingssprüche auch "Man braucht immer etwas, worauf man sich freut" (Eduard Mörike). 
Welche Oasen hast du eingeplant, die dir helfen, aufzutanken und die deine Seele erfüllen? Worauf freust du dich als nächstes? 
Quellen:  Foto von Stephan Seeber von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/brauner-schneebedeckter-berg-1054201/

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