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Eine kleine Inspiration zum Jahreswechsel von Martin Schleske, dessen 365 Fragmente "Werkzeuge - in Resonanz mit Gott" mich durch das ganze Jahr 2025 begleitet haben. Zum Abschluss des Jahres am 31.12. verfasst er einen Text mit dem Titel "Trotz des Lebens" zu Psalm 50,23: Dank ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil.
"Die Dinge strengen uns nicht allein deshalb an, weil sie anstrengend sind, sondern weil das Gute, das uns entlasten könnte, so wenig bei uns ankommt. Wir haben wenig Einfluss, was uns widerfährt, aber wir haben einen großen Einfluss auf das, was wir erfahren. Denn was bedeutet Erfahrung anderes, als dass wir die Geschehnisse auf unsere je eigene Art erlebt, gedeutet und verarbeitet haben? Wir können das Gute nur erfahren, wenn wir es wahrnehmen. Das bedeutet: dafür danken.
So leben wir ein anderes Leben.
»Hast du Zweifel an Gott? - Wann hast du das letzte Mal Danke gesagt?« Gewissheiten gehen uns nicht deshalb verloren, weil wir irgendetwas auf einmal nicht mehr für wahr hielten, sondern weil wir aufgehört haben, das Stärkende und Gute wahrzunehmen, das uns geschenkt wird. Der Himmel muss ein Herz finden, dem er sich schenken kann. Diese Empfänglichkeit für das Gute heißt schlicht Dankbarkeit. Wir brauchen einen trotzigen Dank angesichts des Lebens, einen heiligen Trotz, der uns zu Psalmen werden lässt: »Aber trotzdem bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand und leitest mich nach deinem Rat« (Ps 73,23f.). Es ist diese Resonanzfähigkeit des Herzens, die unser Leben erhält."
Quellen:
Foto von Tara Winstead von Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/notizbuch-stift-schreiben-festhalten-8383482/
Schleske, M. (2022). WerkZeuge: In Resonanz mit Gott | 365 Fragmente (S. 614). Bene! Verlag. ISBN 978-3-96340-240-1.